Nein, auch ich werde meine teuren Zeichen im Internet nicht mit dem Clown im Weißen Haus verschwenden. Er verschwendet Zeit, seine Zeit und unsere auch. Tut einerseits, als ob er verhandeln würde (täte). Aber gleichzeitig beschießt er wieder die Perser, die selbstverständlich zurückschießen. Es ist zum schießen, meine Herren!
Nein, natürlich gab es Wichtigeres, Tatsächliches, Greifbareres. Die Texaner, ein wirklich stolzes Volk, haben Oberstaatsanwalt Patton zu ihrem Gesandten (in den US-Senat) und republikanischen Volksvertreter im lokalen Unterhaus gewählt. Das klingt eigentlich ziemlich demokratisch, soweit.
Was aber schräg an der Geschichte ist, daß der Herr Patton nicht irgend ein Patton ist. Eigentlich gab es in früheren Jahren den Vorwurf der Bestechlichkeit, Finanzmanipulationen und ja, natürlich sexuelles auch. Klar. Und genauso ist auch klar, daß der Herr Oberstaatsanwalt sich nicht dazu durchringen konnte, sich selbst anzuklagen. Dies wird vermutlich auch noch demokratisch sein, wollen wir's hoffen. Aber stinken tut die Sache schon, da hilft kein Parfüm!
Liege ich ganz falsch, wenn ich behaupte, daß die Texaner sich nicht so sehr für die politischen Ansichten des Herrn Patton interessieren, sondern eher für die Tatsache, daß er ein Patton ist? Es ist doch so, daß die meisten Leute in Texas stolz auf den General Patton sind, der im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle gespielt hat. Und jetzt haben sie einen Oberstaatsanwalt namens Patton, der vielleicht nicht ganz so ehrenhaft ist wie der General, aber immerhin einen bekannten Namen hat. Das könnte erklären, warum die Texaner ihn gewählt haben. Okay, das mag eine Rolle spielen. Aber das scheint mir unwahrscheinlich, angesichts der Allgemeinbildungslage dort drüben.
Hol's der Kuckuck, aber wieso fällt mir grad ein, daß der Clown selbst ein Verurteilter ist, selbst wenn er noch um die Millionen feilscht, die er der Vergewaltigten E. Jean Caroll zahlen muß/müßte? Und sein Botschafter in Paris, der hat doch auch eine ganze Weile gesessen? Ach ja, Charles, Vater seines Schwiegersohnes Jared Kushner. Ich verschwende meine Zeit nicht mit Recherchen, welche Verurteilten da noch zu finden wären, es gibt sicher so einige. Hier, in Österreich tritt jeder Politiker zurück, wenn man den Dreck an seinem Stecken publik macht. Think, think. Wir hätten da noch Aufholbedarf, denn warum soll ein Finanzminister etwa nicht mehr klauen dürfen!? Es ist doch bloß Steuergeld, oder etwa nicht?!
Man möge mich nicht mißverstehen, Amerikas Einwohner sind nicht alle dumm, nicht alle. Obwohl es da so einen Spruch gibt: Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlachter selber. Anyway. Aber es ist schon erstaunlich, wie viele (über 50%) von ihnen einem Clown ihre Stimme geben. Es ist auch erstaunlich, wie viele von ihnen sich von einem Clown an der Nase herumführen lassen, obwohl sie wissen, daß der Kerl ein Verurteilter ist und daß er ein Clown ist und daß er quasi alles von nichts weiß. Wirtschaft? Internationale Wirtschaft? Keine Ahnung. Diplomatie, simples anständiges Behandeln von Freunden und befreundeten Nationen? Keine Ahnung. Von Kriegsführung will ich gar nicht anfangen. Nur ganz leise wage ich "Gesetze" und "Verfassung" zu erwähnen, aber die sind nicht für ihn geschaffen, pah! (Wie kann ich nur so blöde fragen?) Es scheint offensichtlich, daß er nicht in der Lage ist, das Land zu gut regieren. Aber vielleicht ist das ja auch der Grund, warum sie ihn gewählt haben. Vielleicht mögen sie es, von einem Clown regiert zu werden, denn die "richtigen" Politiker haben ja nur enttäuscht". Vielleicht finden sie es lustig, von einem Verurteilten regiert zu werden. Wer weiß, geil? - Es ist jedenfalls traurig, daß so viele Menschen in Amerika so wenig Selbstachtung haben, daß sie sich von einem Clown regieren lassen. Aber das ist nun mal die Realität, mit der wir leben müssen.
Als Fünfjähriger wollte ich mal nach Amerika ausbüchsen (in meinem Buch: Fasan geschildert) und ich dachte damals, daß Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist. Aber jetzt, nur gute 70 Jahre später, sehe ich, daß es auch das Land der unbegrenzten Dummheit sein kann. Es ist traurig, aber es scheint so.
Wien, im Mai 2026
István Rudas
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