Ja, diesmal werde meine teuren Zeichen im Internet mit dem Clown im Weißen Haus verschwenden. Du kommst nicht um ihn herum. Er ist ja der mächtigste Clown der Welt, der Clown of clowns, und er hat den Atomknopf griffbereit, um den 3. Weltkrieg zu entfesseln. Nein, nichts Ernstes, just for fun. Und natürlich, weil es vor ihm noch kein Präsident gewagt hatte, diese Weicheier.
Selbst bei der Fußballweltmeisterschaft wurde schon in Pausen sein geistbefreiter Erguß auf dem Clown-Kanal eingeblendet, nebenbei den Infantino lobend erwähnend. Zwischen Pepsi und Ford, da gehört der Infant ja hin. Ich erinnere mich gut, im Kindergarten hatten wir auch einen solchen, der schubste jedes Kind rücksichtslos beiseite, denn er mußte ganz vorn stehen, der kleine Idiot. Und selbst der veranstaltende Präsident Gianni Fantino (infantino) verlieh ihm den "FIFA Friedenspreis". Ich habe Tränen gelacht, weil's zum Weinen zu lustig und sooo putzig war.
Ach, der Friedens-Nobelpreis, der norwegische und der schwedische König würden es ihm ehrfürchtig auf ein rotes Samtkissen vor die Füße legen, kniend! Physik-, Chemie- oder Medizin-Nobelpreis in unerreichbarer Ferne, dafür hätte man ja tatsächlich echt studieren und wirklich etwas Besonderes erarbeiten müssen. Erarbeiten!? Machen Sie Scherze oder Are you kidding? Nein, der Friedensnobelpreis ist sicher der prestigeträchtigste und jener, den man mit gutem Willen und ehrlicher Menschlichkeit bekommen konnte. Also in Reichweite, wenn.
Die Satrapen und Einflüsterer des Clowns im Ovalen Rund überschlugen sich lobhudelnd. "Sir, den hätten Sie aber wirklich verdient!" — "Wo Sie doch so viel Gutes tun in dieser undankbaren Welt!" — "Majestät, dieses kriechende Gewürm anerkennen Euer Hochwohlgeboren Gnade nicht!?"
Nun ja, selbst der Trojanische Krieg fing mit Einflüsterern an, das ahnen wir, vermuten wir. Irgendwer muß es ja aufgebracht haben, die Helena seie die schönste und begehrenswerteste Frau der Welt. (War sie natürlich nicht, das war eindeutig Athena — und die mörderische Klytemnästra.) — Dem Clown schwoll der Kamm und die übergewichtige Brust. Der Friedensnobelpreis lag verlockend vor ihm, der vom Infantino war zwar süß, aber völlig wertlos. Und so tönte es alsbald aus allen Megaphonen, wie oft er schon Kriege beendet hatte, wie mannigfach er Frieden gestiftet hat, der Stifter. 8, nein 10, oder gar 12 Kriege verendeten auf seinen Befehl hin, jawoll! Selbst jene, die er selbst vom Zaun gebrochen hat. Den letztes Jahr, als er die iranischen Atomanlagen bombardieren ließ. Sooo erfolgreich, oh mein Gott! Alle 7 entsprechenden Stätten im Iran waren völlig zerstört, totally obliterated, (nur unbedeutende 5 einhalb blieben übrig).
Und dann der aktuelle Überfall auf Iran. Nun ja, diese Perser schlüpften einfach aalglatt unter den Bomben und tauchten weg, aber er werde sie in die Steinzeit zurückbomben, keine Frage, sie vom Erdboden fegen, jawoll! Die Perser grinsten und drehten ihm und der Welt den Ölhahn ab. Einfach so, mir-nichts dir-nichts. Der Kessel im Ovalen Rund war am überkochen, wie können die nur, wo wir gesiegt haben!? Diese langbärtigen Mullahs stehen seinen Friedensbemühungen im Wege, geben nicht klein bei, wie es sich gehörte!? "Bombt die Scheiße aus ihnen heraus!" (bomb the shit out of them), so der neue kaiserliche Befehl des Unfähigen, Impotenten.
Der Friedensnobelpreis wird sich vielleicht nächstes Jahr ausgehen, übernächstes ganz sicher! Oder halt wann-auch-immer.
Ich jedoch eile zum Floristen: meine liebe Frau hat runden Geburtstag. — Küßchen, sweetheart!
Wien, im Monat Juni des Jahres 2026
István Rudas
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