08.08.2026 (TechTalk-II)

im Wasser
von István Rudas © 2026-

Gerade noch Samstag, halb 12 nachts - nicht zu viel versprochen!

Nun, ich sitze jetzt vor meiner Leistung der letzten Woche. Will nicht angeben, aber es kann sich sehen lassen.

Ich habe meinen Alten Lenovo Thinkpad SL500 gerade "fertiggestellt". Ich, ganz alleine, mit nur gelegentlicher Hilfe von Google's KI Gemini. (Ich sage hier nur soviel, diese KI werde ich guten Gewissens weiter nutzen - sie hat mich nur ganz selten in die Irre geführt, und es war jedesmal meine schwammige Formulierung schuld daran.)

Erstmal mußte ich das gute Stück aus dem fernen Jahr 2009 mit mehr Leistung ausstatten. Also, eine 240GB SSD-Festplatte von SanDisk beim Lieferanten meiner Wahl™ gekauft und selbst eingebaut. Ein P1-Kreuzschlitzschraubenschlüssel und spitze, zarte Finger sind vonnöten. In meinem Fall hat mir eine kleine Schere die zarten Fingerchen ersetzt, klasse! Nun hatte ich die funktionierende, aber langsame (drehende) Festplatte der Marke Fujitsu übrig. Man wirft nichts funktionierendes weg, man verwendet es anderweitig oder verschenkt es einem Bedürftigeren. In meinem Fall beschloß ich, diese Platte als Backup-Sicherungsmedium zu behalten. Ich kaufte also ein externes Festplattengehäuse (Marke Inateck) [mit extra Stromanschluss, da man ja keinen Strom vom USB abzwicken mag und heutzutage doch jedermann mindestens 25 Stromstecker an der Wand hat ---- (*kopfschüttel*)] beim Lieferanten meiner Wahl™ und baute die alte Festplatte dort ein. In der Installationsanleitung stand allerdings nicht, daß man das Gehäuse am Ende mit der Faust bearbeiten muß, so daß man es auch zuschrauben konnte (wieder mit dem P1-Kreuzschlitzschraubenzieher, die man schon für den Einbau der neuen Platte gebraucht hatte.) Also, die Hardware war fast ohne Meckern meinerseits fertig, alle Lichterln blinkten, und der Schraubenzieher konnte nun pausieren.

Der Umbau der Hardware war in weniger als einer Stunde erledigt — obwohl ich zuerst den Festplatteneinschub logischerweise auf der Unterseite des Laptops vermutete und erst, nachdem ich alle Klappen und Türchen aufgeschraubt hatte, konnte ich zwar die Eingeweide sehen, aber da war keine Festplatte, nirgends. Bis mir eine kleine Klappe neben dem ungenutzten SIM-Karten-Leser auffiel, und, der kindlichen Neugier am Aufschrauben und unter die Wäsche gucken folgend, den Festplatteneinschub bemerkte. Großes Erstaunen eines Dinosauriers aus der Lochkartenzeit: diese Festplatten sind eckig, nicht rund! — du merkst, das dicke Ende kommt noch. Jawohl, so ist es. Amen.

Jetzt kommt der harte Teil, obwohl man (wieso eigentlich?) Software dazu sagt. Es ist keine Hexerei, eine sogenannte .iso-Datei beim Linux-Hersteller deiner Wahl™ down-zu-loaden, dann liegt das gute Stück im Download-Ordner deines Windows-Rechners. Aus vielen Jahren Erfahrung weiß man natürlich, daß man diese Datei erst auf eine boot-fähige DVD brennen muß (meine beiden Geräte haben DVD). Ich krame in meinem Gedächtnis, wie hieß doch dieses ach so einfache Programm, das dieses Wunder zick-zack erledigen kann? Rossi? Robby? Nein, der Sänger aus Italien und mein Programmierkollege von der Constantia Privatbank, nein, der war's auch nicht. Man wird allmählich vergeßlich, alterskonform eben.

Man greift also nach jedem Strohhalm, in dem Fall einem Milliarden-Dollar-schweren Strohhalm, Googles KI namens Gemini. Der zuckt nicht mal mit der Wimper und weiß gleich, wen oder was ich meine. Das Programm heißt 'rufus' sagt Gemini nach nicht mal einer Sekunde, Rossi und Robby kann ich wieder weglegen. Also gut, rufus geladen und losgelegt. Rufus meckert: DVD? Wirklich? So beginnt der Leidensweg des Herrn I.R., (Name der Redaktion bestens bekannt). rufus kann nur auf einen USB-Stick "brennen" (nein, da brennt nix), falls man eine LEERE USB zur Hand hat. Also schweren Herzens meine einzige USB geleert und neu formatiert (wäre nicht nötig gewesen, rufus macht das sowieso, ob's du willst oder net). [kleiner Einschub für die rufus-Entwickler: Junge, es gibt heute schon beschreibbare DVD's, stell dir nur vor! Nur just für deine instruction, du Lapp!] Also, meinen einzigen USB-stick geopfert und nach wenigen Minuten hat rufus die .iso-Datei geladen.

Man greift also nach jedem Strohhalm, in dem Fall einem Milliarden-Dollar-schweren Strohhalm, Googles KI namens Gemini. Der zuckt nicht mal mit der Wimper und weiß gleich, wen oder was ich meine. Das Programm heißt 'rufus' sagt Gemini nach nicht mal einer Sekunde, Rossi und Robby kann ich wieder weglegen. Also gut, rufus geladen und losgelegt. Rufus meckert: DVD? Wirklich? So beginnt der Leidensweg des Herrn I.R., (Name der Redaktion bestens bekannt). rufus kann nur auf einen USB-Stick "brennen" (nein, da brennt nix), falls man eine LEERE USB zur Hand hat. Also schweren Herzens meine einzige USB geleert und neu formatiert (wäre nicht nötig gewesen, rufus macht das sowieso, ob's du willst oder net). [kleiner Einschub für die rufus-Entwickler: Junge, es gibt heute schon beschreibbare DVD's, stell dir nur vor! Nur just für deine instruction, du Lapp!] Also, meinen einzigen USB-stick geopfert und nach wenigen Minuten hat rufus die .iso-Datei geladen.

Man greift also nach jedem Strohhalm, in dem Fall einem Milliarden-Dollar-schweren Strohhalm, Googles KI namens Gemini. Der zuckt nicht mal mit der Wimper und weiß gleich, wen oder was ich meine. Das Programm heißt 'rufus' sagt Gemini nach nicht mal einer Sekunde, Rossi und Robby kann ich wieder weglegen. Also gut, rufus geladen und losgelegt. Rufus meckert: DVD? Wirklich? So beginnt der Leidensweg des Herrn I.R., (Name der Redaktion bestens bekannt). rufus kann nur auf einen USB-Stick "brennen" (nein, da brennt nix), falls man eine LEERE USB zur Hand hat. Also schweren Herzens meine einzige USB geleert und neu formatiert (wäre nicht nötig gewesen, rufus macht das sowieso, ob's du willst oder net). [kleiner Einschub für die rufus-Entwickler: Junge, es gibt heute schon beschreibbare DVD's, stell dir nur vor! Nur just für deine instruction, du Lapp!] Also, meinen einzigen USB-stick geopfert und nach wenigen Minuten hat rufus die .iso-Datei geladen.

Sagte ich nicht Leidensweg? Mein Laptop hat nur zwei (2) USB-Einstecklöcher, 8 oder 10 wären da wirklich großzügig gewesen.(Anm.:***) Auf welchen Steckplatz von den beiden soll ich verzichten, den Funk-Stecker fürs Internet oder die Maus? Ohne Maus bin ich kein ganzer Mann, mit dem Touchpad zu arbeiten habe ich schon vor Dekaden aufgegeben, das ist nur die halbe Miete. Also werde ich ohne Funkverbindung zum Internet installieren (du merkst, wir sind schon mitten im Leidensweg). Ohne Funkverbindung keine hilfreiche Handreichung der KI, logischerweise. Und prompt meckert das Installationsprogramm, "ohne Funkverbindung kann ich nicht nach Hause telefonieren". Mit mulmigem Gefühl teile ich ihm mit, daß wir nicht zum telefonieren, sondern zum installieren da sind. Klar, daß er fallweise wieder die Funkverbindung anmahnt, aber ich stoße ihn immer wieder vor den Kopf.

Nur, um deine Lesezeit abzukürzen, sage ich dir, daß ich insgesamt mehrere Installationen dieser Art in rascher Folge gemacht habe: Xubuntu, Cinnamon und XFCE heißen jene, die ich nach vielen, vielen Stunden Tests verworfen habe. Mein bisheriger Vierter und hoffentlich letzter Favorit heißt "Linux Mint 22.3 Zena MATE-tweak". Muß man nicht aussprechen können. Aber ich arbeite nun schon den dritten Tag damit; und so lang hat keiner der Vorgänger durchgehalten. Vielleicht, weil ich pingelig bin, oder aber weil ich weiß, wenn man mit einem Betriebssystem schon am Anfang troubles hat, dann sollte man nicht weitermachen. RIchtig so.

Eines muß ich jedem, der von zum Beispiel einer Windows-Plattform auf Linux umsteigen will, ins Gebetbuch schreiben: "Die fertig gelieferte Linux-Plattform wird keinen von euch berauschen". Nimm dir also Zeit (sagen wir, Montag bis Freitag, vielleicht noch das Wochenende dazu, sicher ist sicher). Ein ganz einfaches, primitives Beispiel: von Haus aus kann kein normalsichtiger Mensch die Texte lesen. Schriftart: Mickymaus, winzig klein. Ja, mit ein Paar Klicks hier und dort und da hinten auch noch bekommt alles ein Gesicht, aber eine halbe Stunde ist schon mal verflossen. Gilt für alle 4 Linux-Betriebssysteme, die ich oben genannt habe. So verbrachte ich eine ganze Arbeitswoche mit dem Feinschliff und der Einrichtung der Dinge, die ich brauche. Ich zähle sie rasch auf:

  • Emails lese und schreibe ich mit Thunderbird.
  • Zum Browsen im Internet ist Firefox bereits vorinstalliert, in einer sehr neuen Version übrigens, die mit einer KI-Sidebar umgehen kann.
  • Texte - wie diesen hier- schreibe ich aus Gewohnheit mit Microsofts Visual Studio.
  • Meist sind meine Texte später Bücher, die ich mit dem Programm calibre 9.13 erstelle.
  • FileZilla verwende ich, um meine Homepage zu bearbeiten.
  • Datensicherung: Lucky Backup. Schnell, einfach. Einmal im Monat für meine Daten, "Timeshift" macht alle 5 Tage eine Linux-Systemsicherung (5 Zyklen)
  • Datenabgleich, um Daten zwischen Windows, Linux und der externen Festplatte inkrementell parallel zu halten: zwei kleine Scripte, die "rsync" verwenden.

Eines noch, weil Mitternacht schon vorbei ist: das deutsch gehaltene Linux spricht nicht mehr vom Desktop, sondern vom Schreibtisch. Das verstößt gegen mein kulturelles Selbstverständnis. Die KI, die aus Neugier all meine Bücher in 14,2 Minuten gelesen hat (also rund 17.000 PDF-Seiten, dreisprachig) hat mich durchschaut und schlägt mir eine Alternative zu "Schreibtisch" vor, die ich aber hier aus Rücksicht auf den Jugendschutz nicht preisgeben möchte. Ich überlege noch, der Vorschlag der KI ist nicht wirklich unsinnig, aber etwas schlüpfrig. Also, damit gehe ich nun zu Bette, Leute, das Kopfkissen reklamiert schon!

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Anmerkung ***: [09.08.2026] Hier wieder ein Beispiel, wie schlampig man im Alter/in der Pension wird: Ich habe gestern den Konstrukteuren meines Lenovo Thinkpad SL500 UNRECHT getan. Und dafür ist hier eine Entschuldigung angebracht: sorry, mea culpa!

Das Thinkpad hat nicht nur ZWEI, sondern VIER (4) USB-Ports. Rechts vorne die zwei, die ich bisher benutzt habe. Links hinten/seitlich (wo hinzuschauen ich nie Grund hatte): 2 weitere USB-Ports plus eine HDMI, falls ich einen modernen Monitor/Fernseher zusätzlich anschließen wollte. — Es ist also nur meiner eigenen Schusseligkeit zuzuschreiben, daß ich mit den zwei USB-Ports akrobatischen Sport betrieben habe. Man sollte halt ein Ding, dem man mit einen Schraubenzieher an die Unterwäsche will, das Ding ruhig drehen und wenden und gucken, man könnte sich einiges an überflüssigem Sport ersparen!

Wien, im Monat August 2026

István Rudas





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