Nicht verhehle ich, daß ich gerne einige Produkte von Google verwende, so beispielweise deren KI namens Gemini, die recht schlau ist und sich nahtlos in meinen Browser integrieren ließ. Meine tägliche Tabelle der Zuckerwerte und eine veraltete Adreß-Datei (vor dem eMail-Blackout von 2026) lagere ich aus historischen Gründen bei Google in deren Cloud. Sonst nichts. Ach ja, auch eine leere Textdatei mit dem Namen "Obi Wan Kenobi", die mich daran erinnern sollte, daß ich George Lucas mein Drehbuch für die Folge XXXXIX (49) noch schulde. Ach, seufz, ja. =:-)
Von Anfang an sah ich wohlwollend auf die Genossen Page und Brin, die (das Originale) Google erschaffen haben. Wirklich, zwei schlaue Kerlchen. Seitdem ist viel Wasser die Donau hinunter geflossen. Sehr viel.
Frank Patalong vom SPIEGEL fragt die Google-Suchmaschine, wie das mit der Umbenennung des Lake Ontario auf Google Maps denn sei: »Wie nennt man das, wenn ein Unternehmen Fakten den politischen Gegebenheiten eines Landes anpasst?«
Die Antwort erfolgt gewohnt schnell und präzise:
»Das Phänomen, bei dem Unternehmen Fakten, Informationen oder Wahrheiten an die politischen Gegebenheiten oder Ideologien eines Landes anpassen, nennt man politische Akkommodation, Zensur-Compliance oder abwertend opportunistische Faktenverzerrung. Im medialen und digitalen Kontext spricht man auch von geobasierter Zensur oder regimespezifischer Inhaltsmoderation.«
Früher gab es ein inoffizielles informelles Google-Motto: »Don’t be evil« – sei nicht böse oder tue nichts Böses. Geht seit Trumps Machtantritt besser mit dem hellsichtigen Motto: »Do the right thing«, also »Tue das Richtige«. Ja, eh.
Wien, im Monat August 2026
István Rudas
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