Die Valurianer hielten sich streng an ihre Regeln und durften die Kultur der Gonnies nicht zerstören. Diese Kinder der Natur waren keineswegs dazu geeignet, Lebensmittelproduzenten zu werden. So erwogen sie zuerst, den Planeten mit Gefangenen zu besiedeln. Das war teuer und personalintensiv. Außerdem blieb das Problem der Unverträglichkeit der Atemluft. Doch einer der Forscher hatte Jahre zuvor den Planeten Erde besucht und wußte, daß die Erdenbewohner sehr fleißige Bauern waren. Die Erde war jedoch kein optimaler Anbauboden. So kam es dazu, daß man ausreisewillige Erdenbewohner auf Bangurel ansiedelte. Sie vertrugen die Atmosphäre ausgezeichnet und in den vergangenen 200 Tausend Jahren wurden Hunderttausende Menschen, zumeist ganze Familien, auf dem Planeten Bangurel angesiedelt. Den frühen Gesellschaften auf der Erde fiel es nicht auf, wenn eine der Familien verschwand oder auch mal ein ganzes kleines Dorf. Die getarnten Kopfjäger lockten mit Bildern vom fruchtbaren Land und konnten die meisten ärmlich lebenden Familien begeistern. Die besten Erfolge hatten sie, wenn sie einzelne Bauern von Bangurel mitnahmen und diese mit den Erdbewohnern reden konnten.
Die Menschen bewirtschafteten das bangurelische Land hervorragend, exportierten schon bald riesige Mengen Lebensmittel, Fische und Tiere nach Valuria und bauten Gehöfte und Städte. Sie kamen mit den Gonnies sehr gut zurecht, deren Kultur sie überhaupt nicht störten. Viele Gonnies zogen freiwillig in die Häuser der Menschen und wurden in kürzester Zeit gut geeignete Hausangestellte, Köche und Gärtner. Sie wollten kein Geld, sie wollten ihre Hütten im Innenhof errichten und leben, wie Gonnies eben lebten. Die Menschen besuchten gerne ihre Lagerfeuer, hörten sich die wunderschönen Lieder an, berauschten sich am Wein und beteiligten sich fleißig an der allgemeinen abendlichen Fickerei. Menschenfrauen konnten von den Gonnies nicht schwanger werden, aber sie fanden es kurzweilig, sich von den kleinen Männern mit den kleinen Schwänzen ficken zu lassen, denn die Gonnies konnten sehr lange und sehr ausdauernd ficken. Die Menschen führten zwar Ehen, aber das Ficken mit den Gonnies wurde großzügig toleriert und galt nicht als Ehebruch. Bereits die 12jährigen Boys machten ihre ersten Erfahrungen beim Ficken mit den Gonniefrauen wie ihre Schwestern auch.
Die Männer allerdings konnten Gonniefrauen schwängern, das Ergebnis waren die Half‐Gonnies, meist männlich und unfruchtbar. Aber die Halfs waren hervorragend gute Ficker und von den Menschenfrauen wegen ihrer großen, standfesten Schwänze heiß begehrt. In vielen Haushalten lebten vereinzelt Halfs, die den Ehefrauen als willige Orgasmusspender dienten. Halfmädchen waren sehr selten und waren die beliebtesten Huren in den Bordellen. Nur die reichsten Männer konnten sich ein Halfmädchen für ihren Haushalt leisten. Die Halfmädchen waren bei allen sehr beliebt, weil sie viel besser fickten als die Menschen‐ und Gonniefrauen. Die Halfs waren etwas größer als die Gonnies, etwa 1 bis 1 Meter 20 hoch, schlank und waren nur auf dem Rücken bepelzt. Vorne waren sie glatt und nicht bepelzt, sie hatten ebenso wie die Gonnies keine Schambehaarung und stellten ihre Genitalien ebenso wie die Gonnies stolz zur Schau. Obwohl die Halfs, Burschen wie Mädchen, stolz darauf waren, die besten Ficker weit und breit zu sein, haderten sie mit dem Schicksal, unfruchtbar zu sein und weder von den Gonnies noch den Menschen ernst genommen zu werden und als etwas anderes als Sexspielzeug betrachtet zu werden. Es gab deswegen schon seit Jahrtausenden Spannungen zwischen den Halfs und den Menschen. Auch die Gonnies hatten einen emotionalen Abstand zu den Halfs, die sie nicht als einen der ihren betrachteten. Auch die Menschen naschten von der giftigen Maulbeere, es war ein hervorragendes sexuelles Aufputschmittel und war nur in großen Dosen tödlich.
Es gab Legenden, daß eifersüchtige Ehefrauen die Geliebten ihrer Männer dermaßen vergifteten, daß sie sich vor Geilheit totficken ließen. Aber das waren wahrscheinlich nur Legenden.
Die Valurianer schafften zunehmend Erfinder und Wissenschaftler von der Erde auf den Planeten, viele, sehr viele sogar. Sie importierten damit auch irdische Kultur, Politik und Pfaffen. Eine Unmenge Pfaffen. Sehr bald schon machten die Politiker und die Pfaffen gemeinsame Sache und rissen die Macht an sich. Bauern und Landwirte hatten dem nur wenig entgegenzusetzen, sie waren hauptsächlich damit beschäftigt, Valuria für gutes Geld zu versorgen. Pfaffen und Politiker waren die wahren Herren dieser Welt.
Die Forscher und Wissenschaftler kamen dank valurianischer Hilfe viel besser voran als auf der Erde. Die Techniker erfanden Dinge, die es auf der Erde gar nicht gab. Die Städte wurden so modern wie keine Stadt auf der Erde. Überall übernahmen Roboter die niederen Arbeiten, die Gutshöfe hatten ausreichend Land für die landwirtschaftliche Produktion und in ihren Innenhöfen lebten Gonnies, die für Lebensmittel als Entlohnung die Haushalte führten. Es gab für die Mobilität und den Transport der Produkte Gleiter, die mit Sonnenenergie über das Land glitten. Sonnenenergie kühlte auch ihre Lagerhäuser und trieb ihre Raumschiffe an. Die Menschen auf Bangurel lebten in der futuristischesten Welt, die vorstellbar war. Die medizinischen Forscher machten ebenso riesige Fortschritte. Es gab keine Krankheit mehr, die sie nicht heilen konnten. Selbst die Wirkstoffe der giftigen Maulbeere konnten sie synthetisch herstellen und ihr die tödliche Wirkung nehmen. Die Menschen verwendeten sie ununterbrochen, weil inzwischen die ganze Gesellschaft durchsexualisiert war. Ficken und Gefickt werden nahmen die Gesellschaft total in Beschlag. Anders als auf der Erde förderten die Pfaffen wie auch die Politiker die Übersexualisierung, die gut für den Machterhalt war. Wenn sich die Gesellschaft um die Sexualität drehte, war das kritische Interesse an Politik, Macht oder Korruption null. Das war gut, sehr gut, sagten die Pfaffen. Amen!
Die übermächtigen Pfaffen waren es selbst, die dem Klerus eine Keuschheitspflicht und ein Sexualverbot auferlegten. Die Erkenntnis, daß die verlockende Sexsucht und die verborgene Kraft des Weiblichen eine Bedrohung für ihre Macht war, schien zunächst plausibel zu sein. Sie hielten den Schein der Form halber aufrecht — und es gab vereinzelt Pfaffen, die sich idealistisch an ihr Keuschheitsgelübde hielten — doch sie waren dem Sex ebenso süchtig verfallen wie alle Männer. Selbst Bischöfe, Kardinäle und der Herr Papst feierten Orgien wie zu Zeiten der Borgias.
Die Piraten überfielen einige Frachtschiffe und als dies zunehmend zum Problem wurde, mußten die Menschen Bangurels schon vor Tausenden Jahren eine Armee im Weltraum aufstellen. Doch sie gingen anders vor als die Militärs auf der guten alten Erde. Sie erschufen eine große Armada unbemannter Kampfschiffe. Die Steuerung erfolgte rein telepathisch.
Jedes Neugeborene wurde auf die Eignung zum Telepathen untersucht. Die geeigneten Jungen erhielten besondere Enzyme ins Hirn gespritzt und ihre Hirnfunktionen wurden mit einer Ultraschallbehandlung allmählich verändert. Die Jungen wuchsen in der Obhut eines Meisters auf, der ihnen Telepathie und die militärische Ausbildung vermittelte. Nach einiger Zeit, etwa nach zehn oder 12 Jahren, kamen sie zum Einsatz. In besonders geschützten Bunkern lagen 500 oder 600 Telepathen nebeneinander und steuerten die Flotte mit ihren Gedanken. Bangurel war jetzt bis an die Zähne bewaffnet, die Transportschiffe wurden nur mehr selten gekapert. Es wurde das Gesetz erlassen, daß nie mehr als drei fremde Handelsschiffe zugleich auf dem Planeten Bangurel landen durften. Erst, wenn ein Schiff die Atmosphäre verlassen hatte, durfte das nächste landen. Man schoss einige Widerspenstige und Frechdachse ab, dann war allen klar, daß mit den Bangurelianern nicht zu spaßen war. Natürlich durften auch die Handelsschiffe der Piratenunion landen, immerhin war der Handel einträglicher als keine Überfälle mehr verüben zu können. Der letzte Überfall war nun schon einige Dekaden her.
Neben den Politikern und Pfaffen bildeten die Militärs eine bedeutende Macht im Gesellschaftsgefüge. Bangurel hatte ja die Verwaltung und die Behördenapparate nach valurianischem Vorbild geformt. Der Planet wurde zentral verwaltet, es gab keine Staaten und Nationen wie auf der Erde. Es gab natürlich Gilden, die für ihre Berufsgruppe einstanden und Regionalverwaltungen. Die Gilden unterschiedlicher Wissenschaften bildeten die vierte Macht des Planeten. Sie waren die Einzigen, die quasi demokratisch ihre Führer wählten, hier galten Fachwissen und Forschungsergebnisse noch für alle. Weder die Politiker noch die Pfaffen oder das Militär wollten sich dieser vermeintlichen Schwäche unterziehen, bei diesen galt nur das Recht des Stärkeren, die Intrige und das Ränkespiel.